Buenas noches de Bogotá!
Bei uns ist grad nach 12 und ich habe mir mal gedacht, nach so vielen neuen Eindrücken wieder schreiben zu müssen, ABER gewöhnt Euch jaaaa nicht an diese Regelmäßigkeit, das wird nur am Anfang so sein! :D Außerdem bin ich in ein paar Stunden auf den Weg zu meinem ersten Vorbereitungsseminar und müsste dafür eigentlich Koffer packen, also ich hoffe ihr wisst meine jetzigen Erzählungen zu schätzen ;)
Ich wurde also mit einigen Abläufen zuhause und auf der Straße vertraut gemacht, einige schöner als andere. Ich sollte an dieser Stelle vielleicht mal meine Gastfamilie vorstellen, was einige weitere Erzählungen einfacher macht, deshalb hier einmal die Einführung:
Ich wohne bei meinem "Onkel" (Gastvater) Carlos und meiner "Tante" (Gastmutter) Dida. Im selben Haus leben auch 2 der 4 Töchter, Nataly und Maria-Victoria. Die 3. Tochter (Andrea) ist die Zwillingsschwester von Nataly und die 4. (Diana) macht derzeit ihren Freiwilligendienst in Berlin ^^ So und dann wäre da noch der liebe Zwergschnauzer Theo, der übrigens um Einiges intelligenter als unsere Hündin ist, er gibt sogar High Five und sowas ......... krass ;D Des Weiteren habe ich heute Abend meine andere Tante Isabela und meinen Cousin Daniel näher kennengelernt, auch richtig coole Leute ;) Mein anderer Onkel Junio hatte mich mit vom Flughafen abgeholt, aber war nicht an diesem Abend dabei.
Soooo kommen wir zu meinem tollen Donnerstag. Das war mehr so der Einführungstag, wo ich gelernt habe, dass man quasi immer auf der Hut sein sollte und immer gut auf seine Wertsachen achten sollte, besonders wenn viele Menschen auf engem Raum sind. Außerdem hat man mir dieses Straßensystem in Bogotá erklärt, auch so eine komplizierte Sache für sich. Man findet nämlich auf einem Hausnummernschild am Anfang nicht die Straße in der man sich befindet sondern die Querstraße. Steht da beispielsweise 50-26, dann ist an der nächsten oder vorherigen Straße die Querstraße "Calle 50" (oder "Carrera 50") und die Hausnr. ist 26. Gibt man für Postkarten dann Adressen an, kommt erst die eigentliche Straße, dann mit # die zugehörige Querstraße und mit - die Hausnummer.
Wie hier: Carrera 15#36-40 ... was soll man sagen, man gewöhnt sich (irgendwann) daran ^^ Auf dem Weg zu unserem eigentlichem Ziel, einem Telefonshop, habe ich die Erklärung immerhin verstanden. Und ja, ich habe mir auch eine SIM-Karte für mein Handy gekauft und dieses System werde ich wohl NIE verstehen! Mir sind so gut wie keine Kosten entstanden, weil mir die 5000 Pesos für die Karte auch als Guthaben zur Verfügung stehen. Der Haken, und das ist bei allen Prepaid-Geschichten so: Wenn ich das Guthaben nicht in einigen Tagen verbrauche, geht es verloren. Ich muss also 5000 Pesos vertelefonieren, damit es sich lohnt. Lade ich für 2000 Pesos auf, hält das Ganze 2 Tage, bei 20000 Pesos immerhin 1 Monat. Und zum selben Anbieter kostet es wohl 130 Pesos pro Minute, die anderen Preise konnte mir niemand verraten -.- Mal schauen was da so für Überraschungen kommen.... aber dieses System ist für mich wahre Abzocke :D Naja ansonsten war der Tag von vielen Gesprächen und leckerem Essen geprägt, und unter anderem hat meine Familie zuhause in Deutschland meine Gastfamilie per Skype kennengelernt :)
Freitag, also mittlerweile gestern war auch super. Ich war mit Maria-Victoria einkaufen in einer Art Garage an der Hauptstraße, die nur Obst/Gemüse und Fleisch verkaufen. Allein das Ambiente ist schon eine Erfahrung für sich: Es ist relativ warm, und da liegen soooo viele Früchte, es läuft lateinamerikanische Musik und es riecht etwas süßlich. Achja und vergesst unsere großen Wassermelonen oder Mangos - die sind lächerlich im Gegensatz zu dem, was man hier bekommt ... eeeinfach nur lächerlich ;D Okay, im weiterem Tagesverlauf haben wir Dida und ich Carlos zum Bus-Terminal (also quasi zum ZOB) gebracht, da er heute in eine andere Stadt vereist, um Familie zu besuchen. Und um dahin zu kommen, sind wir mit dem beliebten ÖPNV in Bogotá gefahren - dem Transmilenio. Das ist ein relativ ausgeklügeltes Bussystem, wo die Busse reservierte Spuren benutzt (Stau adé) und hält an Mittelsteigbahnhöfen, die meist über Brücken zu erreichen sind. Man macht sich dabei auch keine Sorgen um einen Fahrplan, irgendein Bus fährt immer :D Man muss nur aufpassen, weil nicht alle Busse an allen Haltestellen halten - also es gibt kaum Busse, die an allen "paradas" halten, das würde sonst viel zu lange von A nach B dauern :P Und auch die haben ein merkwürdiges, gwöhnungsbedürftiges Buchstaben-Nummern-System, aber man versteht auch das irgendwann :)
Also, wie einige aus der Familie schon angekündigt hatten, würden wir am Freitagabend auch gemeinsam etwas unternehmen. Daher sind Dida, Isabela, Nataly, Maria-Victoria, Daniel und ich ins Kino gegangen und haben einen spannenden Film über eine japanische Legende geguckt (Titel: Rinon 47). Und ich habe sogar so gut wie alles verstanden! Insgesamt haben wir uns einen sehr schönen Abend gemacht und viel gelacht. Ich bin froh, dass ich mit allen so gut verstehe und freue mich auch schon auf dieses Vorbereitungsseminar, wofür ich den Koffer packen muss. Für die kommenden 3 Tage werden wir in der Nähe von Villavicencio sein, wo es schon seeeehr warm sein soll, mind. 25°C tropische Sonne!! Also schön die passenden Sachen einpacken und die verbleindenen 4,5 Stunden schlafen.
Ich werde mein Laptop voraussichtlich hier lassen, also werde ich mich vielleicht erst nächste Woche irgendwann melden. Bis dann (:
Herzlich Willkommen auf den Seiten meines Blogs! Die detaillierte Einführung ist hier zu finden :-)
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