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Sonntag, 16. Februar 2014

¿Qué vas a hacer el domingo?

Die Zeit vergeht und ich habe das Gefühl, schon 1 Monat hier zu sein! Zumindest habe ich in letzter Zeit auch schon einiges erlebt, sodass mir schwer fällt, in einem Post von allem zu berichten. Ich schreibe heute Nahct, um das gerade noch so hinzubekommen, aber bin mir schon sicher, dass das die nächsten Wochen nicht so weitergehen kann, sorry! Also zu Donnerstag, nach dem Spanischkurs: Mit unserem "Spanischlehrer" fuhren wir mit dem Transmilenio bis Las Aguas, was nicht weit vom Stadtkern entfernt liegt. Die Umgebung dort kam mir gleich aus dem Familienurlaub 2011 bekannt vor, als wir auch dort gewesen sind. Zu Fuß ging es also weiter zu einem Restaurant, wo wir Tamales gegessen haben.
Tamales kann man mit verschiedenen Zutaten zubereiten. In unserem Fall war es ein spezieller Mais-Teig mit Hühnchenfleisch. Die Besonderheit: Eingehüllt in Bijaoblättern wird das Ganze eingedämpft und dadurch gar. Es mag dann etwas merkwürdig riechen, aber ich fand es richtig lecker. Und zusammen mit der Brause ist ein Preis von 8000 Pesos, was unter 3 Euro sind, mehr als akzeptabel. Gut gestärkt gingen wir zum Plaza de Bolívar, wo wir uns einer Stadttour angeschlossen haben. Es wurde die Geschichte Bogotás erzählt, von der jetzigen Situation bis zu der Stadtgründung, an dieser übrigens ein Deutscher nicht ganz unbeteiligt war! Das hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Nun ja, wir gingen in die gut bewachte Straße, wo der Präsident sein Amt ausübt. Leider kann ich hierzu nicht viel sagen, da unser Tourguide wegen einer Parade akustisch kaum zu verstehen war. Außerdem hat es nach einer halben Stunde ein ziemlich starker Regen angefangen, gefolgt vom Hagel. Und selbstverständlich (!!!) war dies der einzige Tag in Bogotá, an dem ich kurze Hosen an hatte. Naja, aufgrund des kleinen Unwetters wurde unsere Tour abgebrochen und wir sind weiter durch das Viertel spaziert, wo wir dann auch den Rest unseres freien Tages verbracht haben.

Freitag war erneut der Spanischkurs angesagt und mittlerweile sind wir beim Thema "Zukunft" angelangt, was auch für die heutige Titelgebung (zu deutsch: Was wirst du Sonntag machen?) verantwortlich ist, dazu aber später noch was. Den Freitagnachmittag fuhren wir als Freiwilligengruppe zum Telefonladen, wo ich mir dann auch ein neues - ganz simples - Handy zugelegt habe. Für den Fall, dass ich irgendwann bedroht werden sollte, müsste ich dann nämlich nur mein 20-Euro-Handy hergeben und das ist es mir Wert. Ich dachte, dass ich mit einem neuen Handy auch eine neue Sim-Karte benutzen müsste - aber nein, ich darf meine alte behalten und konnte somit wieder fleißig Guthaben aufladen :)
Im weiteren Tagesverlauf haben wir zusammen mein Projekt besucht, welches in einem sehr "schwierigem" Viertel liegt. Aber das Projekt an sich ist wirklich toll, die Kinder sind alle gut drauf und haben viel Spaß in den provisorischen Räumlichkeiten, die für uns ein wenig kalt wirkten. Aber gut, der Tagesablauf scheint da sehr gut zu funktionieren und ich bin wohl auch nicht der einzige Freiwillige dort. Es ist jedoch die Lage, die ich so stark schockierend finde, weil keine 10 Blöcke weiter ein Reichenviertel beginnt - echt unfassbare Gegensätze! Ich bin jetzt echt gespannt, wie so die Projektarbeit wird und bin ehrlich gesagt sehr froh, dass ich durchgänging Ansprechpartner seitens des Projekts und der gesamten Organisation habe. Es war für heute Abend zwar das Feierngehen angesagt, allerdings war zu Beginn die Stimmung wegen der Sache mit den Vierteln bedrückt. Da ich aber eine Zeit lang evtl. nicht mehr diese Gelegenheit haben werde (zusammen mit den Freiwilligen), haben wir eben das Beste aus dem Abend rausgeholt und hatten beim Tanzen auch jede Menge Spaß (:

Gegen 1 Uhr nachts machte ich mich also auf den Weg nach hause und habe dabei von einem richtig tollen System profitiert. Man ruft vom Handy aus eine Nummer an (soll kostenlos sein), gibt seinen Namen und seinen Aufenthaltsort an und erhält dann per SMS das Nummernschild des Taxi. Zur Sicherheit bekommt man auch einen Code, den man dann dem Taxifahrer sagen muss, um sich selbst als Person zu identifizieren. Klappt einwandfrei, kostet nichts und ich musste keine 20 Sekunden auf das Taxi warten, weil von denen gibt es in Bogotá wirklich zu Genüge :D

Am Samstagnachmittag wollte ich mich dann eigentlich mit meinem Cousin treffen, allerdings hat es dann wieder so stark angefangen zu regnen. Und da er für abends schon verabredet war, mussten wir es eben verschieben. Ich hatte dafür das erste Mal die Möglichkeit, mit meiner Gastschwester Diana zu skypen, die ja gerade in Deutschland ihren Freiwilligendienst macht. Abends haben wir dann einen weiteren Teil der Gastfamilie besucht, die ich noch nicht kannte. Aber wir haben uns ausführlich über alles Mögliche unterhalten, sodass es doch ein relativ entspannter Samstag war.

Nun zu der Frage ganz oben: Ich werde mich mit den anderen Freiwilligen treffen und gemeinsam besuchen wir dann das National- und Goldmuseum (museo nacional y museo del oro). Anschließend werden wir auf den bekannten Monserrate östlich der Stadt (und damit hoch oben) fahren, von wo  man eine tolle Aussicht auf die Stadt haben kann. Und nun gehe ich schlafen, also Gute Nacht! :D

Vieeeeele Tauben auf dem Platz



Regen von der einen Sekunde zur anderen
Ich meine, 2011 in diesem Café gewesen zu sein :)

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