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Montag, 10. März 2014

Und ich hoffte richtig :)

2 Blogeinträge in 24 Stunden? Das kann nur bedeuten, dass ich dringend vom Rest meines Wochenendes berichten möchte, bevor die neue Woche startet. Den heutigen Tag der Senatswahlen wollte ich nutzen, um über die ciclorutas einige Freiwillige zu besuchen.


Zur Erinnerung:
cicloruta: Das Fahrradstreckennetz, das extra für diesen Zweck angelegt wurde.
ciclovía: So gut wie jeden Sonntag und an Feiertagen werden einige Hauptstraßen im Zentrum für den motorisierten Verkehr gesperrt und für den ökologischen Verkehr freigegeben. :)

Ausschnitt aus Google Maps
- Aufnahmedatum: 9. März 2014 -
Auf der obrigen Karte ist ein großer Teil von Bogotá zu sehen, die blau makierte Linie zeigt den Weg, den ich mit dem Fahrrad zurücklegen musste. Mit dem ganzen Auf und Ab braucht man ungefähr eine Stunde, der Hin- und Rückweg ist insgesamt 27 Kilometer lang. Da wir zuhause nun doch kein Fahrrad haben, das uns gehört, habe ich bei meiner Cousine angerufen und gefragt, ob ich ein verfügbares Fahrrad ausleihen könnte. Sie wohnen gute 1,5 Kilometer weiter im Norden (und ich musste Richtung Südwesten), aber das war kein Problem. Mit Helm und Fahrrad ausgestattet konnte ich mich nun mit ein wenig Verspätung auf dem Weg machen.
Die Straße an sich ist relativ löchrig und mit sehr tückischen Fallen versehen. Aus diesem Grund "darf man" (macht niemand) in der Stadt meist nur 30 fahren und die Transmilenio-Busse müssen in Schlangenlinien fahren oder stark bremsen. Der nächste Unfall in Deutschland hätte da schon längst eine Anklage und viele Proteste des ADAC zur Folge gehabt ;)

ABER: Im Gegensatz dazu sind die ciclorutas. Ich war teilweise überrascht, wie gut die Fahrradstraße ausgebaut und asphaltiert ist. Wie ich schon gestern berichtete, sind diese Straßen von den Autostraßen getrennt, haben ihre eigenen Makierungen und ihre eigenen Schilder. Man muss lediglich an den Kreuzungen aufpassen, da der hohe Bordstein in Bogotá ab und zu schon sehr steil abgesenkt wird. Und man muss sehr aufpassen, dass das Auto auch wirklich anhält, wenn es meinen Weg kreuzt, aber in den meisten Fällen musste ich nicht abrupt abbremsen :) Und in jedem Fall habe ich zwar keine Vorfahrt, aber zum Glück wird jede Kreuzung mit den Schildern und der Straßenmakierung angekündigt.

An meinem Ziel angekommen wurde ich von der Familie von Daria (Deutsche Freiwillige) herzlich empfangen und zum Mittagessen eingeladen. Ich habe auch gleich viel Familie von ihr kennengelernt, mit denen man sich super unterhalten kann! :P Später haben wir uns noch mit weiteren Freiwilligen getroffen, um einen gemeinsamen Park-Spaziergang zu machen. Leider musste ich wieder früh aufbrechen, da es ab halb 6 dunkel wird und ich kein Licht am Fahrrad habe und die meisten Fahrradstraßen unbeleuchtet sind. Zügig machte ich mich also auf dem Heimweg und kam nach fast ner Stunde, erschöpft und mit Halsschmerzen,  bei der Familie meiner Cousine an. Abgesehen von den letzen 4 Kilometern hatte ich das riesige Glück, nicht im Regen unterwegs sein zu müssen. Nichtsdestotrotz war das ein super Tag und ich plane schon meinen nächsten Sonntag, wenn mich die ciclorutas zu einem anderen Ziel führen werden. :)

Ich bin ja früh nachhause gekommen und bin alleine, somit habe ich die Ruhe für einen warmen Tee und um weiterhin den morgigen Englisch-Kurs vorzubereiten. Ich interessiere mich zwar nicht so stark dafür, jedoch wird das mit Sicherheit noch ein spannender Abend für Kolumbien, wo aktuell die Wahlstimmen ausgezählt werden.

In diesem Sinne einen schönen Abend noch und bis bald!

Die cicloruta mit Makierung und dem "Rechts fahren"-Schild
Quelle: http://media.tumblr.com/tumblr_ld8mo9YoJi1qcbpe5.jpg




Die Fahrradstraße mit meiner Wunder-Kamera eingefangen ;D

Teilweise sogar mit eigenen Fahrradampeln!

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